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Test Burda Piper: Ein Klassiker in Holzbauweise mit 1620mm Spannweite

RC-Modellscout.de hat die Burda Piper getestet

Hier der Testbericht von RC-Modellscout:

Es gibt vermutlich nicht viele Flugzeuge die jedem Modellbauer bekannt sind. Eines dieser Modelle ist sicherlich die Piper PA 18 im Burda-Staffel Design. Im Vertrieb von Flymex findet sich genau dieses Muster als ARF Modell mit einer Spannweite von 162 cm. Unser Autor Marcus Frohberg ist diesem Flugzeug verfallen und hat sie gebaut und intensiv getestet.

Die Eintönigkeit der Modelle, die sich in letzter Zeit auf unserem Flugplatz breit machte, regte mich dazu an mal wieder einen richtigen Klassiker zu bauen, der sich von dem Einerlei abhebt.
Nach längerer Suche eines geeigneten Modells landete ich auf der Homepage von FLYMEX in der Nähe von Heilbronn. Dort fand ich mehr per Zufall genau das was ich suchte. Die Piper PA 18 im Burda-Staffel Design, aus dem Hause Pichler, sprach mich sofort an und es war schon fast wie Liebe auf den ersten Blick.
Das Modell PA 18 mit einer Spannweite von 162 cm hat eine schöne Größe, die zum einen gute und ausgewogene Flugeigenschaften versprechen und zum anderen einen einfachen Transport und Lagerung ermöglichen.

Da ich mit meiner Piper PA auch kleinere Segler schleppen möchte, musste der Antrieb für diese Belastung auch entsprechend dimensioniert werden. Der Hersteller empfiehlt den Boost 40 Motor. Für meinen Einsatzzweck brauche ich aber ein etwas stärkeres Antriebsset.
Nach intensiver Beratung mit der Servicehotline von FLYMEX fiel die Wahl, abweichend von der Empfehlung des Herstellers, auf den Boost 50 mit 610 kv und dem Regler QX -70. Das Ganze wird an einem 4s Akku mit 4000 mAh betrieben. Der Motor treibt dabei eine APC 14×7 dimensionierte Luftschraube an. Bei Vollgas zieht der Motor maximal 47,6 Ampere was einer Eingangsleistung von etwa 704 Watt entspricht.
Nach genau 2 Tagen durfte ich mein neues Modell in Empfang nehmen.

Alle Komponenten der Piper sind sehr gut gegen Beschädigungen gesichert und jedes Teil ist zusätzlich noch in Folie eingepackt. Entsprechend unversehrt kam das Modell bei mir an. Die Piper PA 18 ist ein klassisches ARF Modell und wird, wie mittlerweile üblich, in komplettem Design und mit absolut vollständigem Zubehör geliefert. Tragflächen, Rumpf, Motorhaube sowie alle Kleinteile sind von einer sehr guten Qualität. Die Bespannung weist auch keinerlei Falten auf.

Montage

Natürlich findet sich auch eine aussagekräftige und detaillierte Montageanleitung im Lieferumfang, die mich Schritt für Schritt zum fertigen Modell begleitet. Als erstes wird das Höhenleitwerk zusammengebaut. Die Ruder werden mit Flies Scharnieren angeschlagen. Das geht am besten mit dünnflüssigem Sekundenkleber, da dieser optimal in das Scharnier einzieht und diese sicher mit dem Holz verklebt. Am Rumpf muss noch der Schlitz für das Höhenruder freigelegt werden. Ebenso muss die Folie am Höhenleitwerk vor dem Verkleben noch entfernt werden. Nachdem also das Ruder genau ausgerichtet und die Folie entfernt ist, wird das Ruder mit Harz im Rumpf verklebt.
Wie es sich für ein Scale Modell gehört, wird das Höhenruder später auch noch mit Seilen abgespannt. Die für die Verspannung benötigen Teile finden sich natürlich ebenfalls im Lieferumfang. Auch der Einbau des Seitenleitwerks ist ARF Standard und ähnelt den Arbeitsschritten für das Höhenruder. Wer beim Einbau der Leitwerke Sorgfalt walten lässt und auf einen absolut rechtwinkligen Einbau zueinander achtet wird später mit einem guten Flugverhalten belohnt. Die Montage der Leitwerke wird mit der Verschraubung des Spornrades abgeschlossen.

Das Fahrwerk ist ebenfalls ARF Standard und wird nach Anleitung zusammengeschraubt. Die Konstruktion ist absolut stabil und alltagstauglich. Leider passten die Räder nicht richtig in die Radschuhe, diese musste ich ein wenig nacharbeiten, so dass die Räder nicht mehr an der Innenseite schleifen.

Da ich mich für einen anderen Antrieb entschieden hatte musste ich die Bohrungen für den Antrieb ändern. Die Länge des Antriebs passt perfekt zur Motorhaube. Ebenso sind Zug und Sturz des Motors gut gewählt und wurden auch nachträglich nicht mehr angepasst.

Die Tragflächen sind weitestgehend vorbereitet. Hier müssen lediglich die Servos noch in die Fläche eingebaut werden. Die Ruder sind betriebsfertig angeschlagen. Die mitgelieferten Ruderhörner und Gestänge können ohne Bedenken verwendet werden und sind ebenfalls von guter Qualität

Die Flächen werden mit Hilfe eines Aluminium Steckungsrohrs und je einer Halteschraube am Rumpf befestigt. Laut Anleitung sollte das Steckrohr im Rumpf verklebt werden. Aus Transportgründen habe ich darauf verzichtet. Da das Steckungsrohr in der Fläche nicht ‚wandern‘ kann, ist ein Verkleben auch nicht notwendig. Darüber hinaus werden beide Tragflächen von jeweils einer Strebe, die an den Rumpf geschraubt werden, zusätzlich gehalten. Das Anbringen der Streben stellte auch keinerlei Problem dar. An den Streben werden lediglich jeweils zwei Kunststoffhülsen eingeklebt, die als Halterung für die Stahlbügel dienen. Die Streben selber haben nur eine optische Funktion und sind kein tragendes Bauteil

Der Einbau der Servos für Höhen- und Seitenleitwerk ist nur Minuten Sache, da die Servoausschnitte exakt passen und die Anlenkgestänge gut vorbereitet sind.

Meiner kleinen Piper liegen sogar zwei Sitze bei. Der hintere wird im Rumpf fest verklebt und der vordere in eine Führung geschoben und von einem Magneten gehalten. Da der Pilotensitz beim Akkuwechsel heraus genommen werden muss, ist das clever gelöst und erlaubt es, dass auch noch ein Pilot Platz nehmen kann.
Damit ist der Aufbau der Piper eigentlich abgeschlossen. Mit gerade einmal acht Baustunden hält sich der Zeitaufwand wirklich im Rahmen.

Um meiner Piper noch den letzten Schliff zu geben wollte ich einen Piloten im Cockpit platzieren. Eine entsprechende Figur fand sich noch im Fundus. Um noch einen kleinen „aha“ Effekt zu produzieren habe ich den Kopf mit Hilfe eines Servos beweglich gemacht, das mit dem Seitenruderservo gekoppelt wird. Mein Pilot schaut nun auch in die Richtung in die er fliegt.
Um den Scale Eindruck noch abzurunden habe ich der Piper zusätzlich ein Soundmodul gegönnt, so wird aus dem säuseln des Elektroantriebs ein sonores Brummen. Entsprechende Module finden sich mittlerweile recht häufig in den Zubehörprogrammen der Hersteller.

Vor dem Erstflug gilt es noch die Ruder einzustellen und den Schwerpunkt genau auszuwiegen. Der angegebene Schwerpunkt liegt bei 65-70 mm gemessen von der Vorderseite der Tragfläche. Für den Erstflug habe ich zuerst einmal die 65 mm gewählt. Den 4S 4000 mAh Akku musste ich bis ganz nach vorne in den Rumpf schieben um den Schwerpunkt einzuhalten. Eine Bleizugabe ist nicht notwendig

Der Erstflug

Meine Burda Piper findet bei den Flugkollegen gleich großes Interesse und Fans. Das Design ist fast jedem bekannt und dennoch ist sie ein seltener Gast auf den Modellflugplätzen

Der Erstflug verläuft absolut unspektakulär. Nicht einmal nachtrimmen musste ich das Modell, was darauf hindeutet, dass EWD und Schwerpunkt passen und die Heck-Leitwerke schön gerade eingebaut wurden. Es ist schon relativ selten, dass ein Modell perfekt aus der Schachtel heraus fliegt. Aber in diesem Fall ist es wirklich so, die Piper fliegt einfach klasse und erfordert keine Nacharbeiten.

Der größere Antrieb hat Leistung satt. Trotz der 3,5 kg Abfluggewicht geht die Piper PA18 Burda senkrecht nach oben. Klar zieht der Motor die Piper nicht bis ins Unendliche, sie ist ja keine 3D Maschine. Aber Leistung im Überfluss hat die PA 18 auf jeden Fall. Selbst im Kunstflug macht sie so ziemlich alles mit. Rückenflug, Rollen und sogar Messerflug packt die Piper PA18. So richtig kommt die Burda Piper aber erst zur Geltung, wenn man mit ihr ‚Scale like‘ fliegt. Schöne langsame Überflüge und weich geflogene Kurven. Das Flugbild ist perfekt, und dazu noch mit dem Soundmodul – einfach klasse.

Nach 8 Minuten meldete sich mein Sender und mahnt zur Landung. Die Akkus haben dann aber noch nicht ganz ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Etwas 40 % verbleiben in den Akkus

Auch die Landung verlief ohne Probleme. Mit Schleppgas anfliegen und weich aufsetzten. Ein Modell das mit etwas Querrudererfahrung von jedem Piloten beherrscht werden kann. Die ausgiebigen Testflüge haben gezeigt, dass die gewählten Komponenten sehr gut zum Modell passen. Der Antrieb ist sehr kräftig und wird meist nicht sehr gefordert. Motor und Regler behalten stets „kühlen Kopf“. Regler und Servos haben ohne jede Auffälligkeit ihren Dienst verrichtet. Ich bin jedenfalls restlos glücklich mit meiner Piper.

Mein Fazit:

Das Ergebnis überzeugt in allen Bereichen. Die Pichler Piper PA18 Burda ist wirklich kein Flieger den man an jeder Ecke sieht. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, das hervorragend fliegt und viel Qualität für Geld bietet, ist hier an der richtigen Adresse. Das Modell hat viel Potential um es nach den eigenen Vorlieben auszubauen. Aber auch ohne zusätzliche Gimmicks wie das Soundmodul ist die PA 18 Burda-Staffel Design ein tolles Modell.

Aktueller Preis

Technische Daten:

Spannweite: 1620 mm
Länge: 1150 mm
Rumpf/Flügel: Balsa Speerholz (Lasercut)
Abfluggewicht Testmodell: 3500 gram

Was wird noch benötigt?

Motor: BOOST 50 Brushless 610 KV
Regler: XQ 70A Regler,
XQ CardLuftschraube: 14 x 7
Akku: Lipo 4S
Servo: 4 Stück Standart

RC-Funktionen

• Höhenruder
• Rudersteuerung
• Querruder
• Motorregelung

 

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